Ein winziger Kranich für die große Hoffnung auf Frieden

Er ist nicht viel größer als ein Reiskorn, aber von mächtiger Symbolik:
Ein gelber Papierkranich, gefaltet von dem japanischen Mädchen Sadako Sasaki, hat in der Friedensbibliothek in Stadtschlaining sein Zuhause gefunden.

Der Kranich von Sadako in der Friedensbibliopthek

Der Kranich gilt in Japan als Symbol für ein langes Leben. Es heißt, wer tausend Kraniche aus Papier faltet, bekommt einen Wunsch erfüllt. Daran glaubte auch die 12-jährige Sadako aus Hiroshima, die zehn Jahre nach dem Atombombenabwurf an der „Strahlenkrankheit“ (Leukämie) erkrankte – ihr Wunsch war es, wieder gesund zu werden. Also faltete sie mehr als 1000 Kraniche, große, kleine, winzige. Mit jedem Kranich schöpfte sie neue Hoffnung. Leider erlag Sadako trotz allem Bemühens im Oktober 1956 ihrer Krankheit. Doch ihre Papierkraniche gelten bis heute weltweit als Zeichen für Frieden und Abrüstung.

Masahiro Sasaki, der Bruder Sadakos, reist seit Jahren durch die Welt, um im Namen seiner verstorbenen Schwester vor den Schrecken des Krieges zu warnen. Fünf der letzten Kraniche, die Sadako gefaltet hat, will er in die Welt hinaus bringen, auf jeden Kon-
tinent einen. Stadtschlaining wurde als Zuhause für den „Europäischen Kranich“ ausgewählt! Eine besondere Ehre – ein besonderes Symbol!

Auch für die SchülerInnen der Friedenswochen ist Sadakos Geschichte und ihr winziger Kranich stets sehr ergreifend. Sie identifizieren sich mit diesem Symbol der Hoffnung und verstehen – vielleicht mehr als die Erwachsenen – dieses kleine, gelbe Kunstwerk als Symbol der Hoffnung für diese Welt!

Sadakos Kranich wird von der Friedensbibliothek in der ehemaligen Synagoge Stadtschlaining aufbewahrt.

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